Kunstausstellung 2008
EBR wird bis zum 16. Mai zur Kunstgalerie für Rosi Meyer ...
Von WILFRIED WIENEKE
Rheda-Wiedenbrück (ebr). 38 Bilder von Rosi Meyer stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung unter dem Motto "Von Rheda zum Nil" in der Ernst-Barlach-Realschule in Rheda. An der Eröffung nahmen am Samstagnachmittag auch 44 ehemalige Mitschüler der Künstlerin teil, die sie zu Schulzeiten noch als Rosemarie Steinbarth kannten. Sie alle waren vor 50 Jahren aus der Realschule an der Lessingstraße 5 entlassen worden.
Bei der Ausstellungseröffnung: (v.l.) Künstlerin Rosi Meyer, Kunsthistorikerin Melanie Körkemeier und Rheda-Wiedenbrücks Vize-Bürgermeister Norbert Flaskamp. Bild: Wieneke
Vize-Bürgermeister Norbert Flaskamp hieß die Künstlerin willkommen - "Wir freuen uns ganz besonders über Ihre Werke, kommen sie doch aus unseren Reihen" - und gratulierte der ehemaligen Schülerschar zum 50-Jährigen. Kunsthistorikerin Melanie Körkemeier führte in das Schaffen und die Arbeiten Rosi Meyers ein. Themen ihrer Werke seien vornehmlich die von ihr bereisten Orte, wobei Ägypten im Zentrum stehe. Große Beachtung fänden auch Bildserien wie etwa die unter dem Titel "Energie". Typisch für ihre Arbeit sei die Gestaltung mit kräftigen Farben. Der Betrachter werde bei allen Meyer-Exponaten Teil ihrer Arbeit: "Nur er vermag das Werk mit seinen persönlichen Sichtweisen und Gedanken zu vollenden", machte Körkemeier in der musikalisch schwungvoll von Christian Altehülshorst begleiteten Vernissage deutlich. Rosi Meyer studierte als angehende Lehrerin Kunstpädagogik in Bielefeld, Erziehungswissenschaften in Münster und Dortmund, arbeitete als Lehrerin in Nettelstedt und Lübbecke und lehrte als Professorin in Hildesheim in den Bereichen Ästhetik und Kommunikation. Während dieser Zeit hatte sie nur wenig Raum für die eigene gestalterische Arbeit. "Erst Ende der 70er Jahre konnte ich den künstlerischen Anteil meines Potentials pflegen", meinte die Künstlerin. Die enge Verzahnung von Gruppenaktivitäten mit angehenden Sozialpädagogen und deren Klientel mit der eigenen Kreativität prägten sie als autodidaktische Künstlerin. Hinzu kamen ihre handwerklichen und gestaltenden Fähigkeiten. Seit 1985 stellt Rosi Meyer ihre Werke aus.
Die Ausstellung in der Schule an der Lessingstraße ist bis Freitag, 16. Mai, an Schultagen von 8 bis 13 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr zu sehen.
... und ein Klassentreffen gab es gleich auch noch
32 Schüler und 32 Schüler wurden 1958 mit dem Abschluss der Mittleren Reife aus der Ernst-Barlach-Realschule Rheda entlassen. Dieses Ereignis feierten sie nach 50 Jahren mit ihrem Lehrer Bernhard Westphal in Rheda-Wiedenbrück. 45 der noch 47 Lebenden ehemaligen Realschüler nahmen an dem Treffen teil und waren aus ganz Deutschland angereist. Sie trafen sich zunächst in ihrer Schule, wurden von deren Leiter Norbert Schüler begrüßt und erfreuten sich am Film von Wolfgang Metz über die Entstehung der Schule und den Einzug in das heutige Gebäude. Danach gab es bei Kaffee und Kuchen im Lehrerzimmer viel zu plaudern, waren doch 20 Jahre seit dem letzten Wiedersehen vergangen. Einen außergewöhnlichen Höhepunkt bedeutete die Eröffung der Ausstellung "Von Rheda zum Nil" mit Werken ihrer einstigen Mitschülerin Prof. Rosi Meyer.
Einem Bummel durch Rheda folgte ein Abendessen im "Werlkönig", der ehemaligen Werlturnhalle. Schnell lebten Erinnerungen wieder auf. Das Treffen, von Irmgard Franzbecker, Brigitte Geldmacher und Helmut Feldmann organisiert, klang beim gemütlichen Frühstück am nächsten Morgen im Hotel Reuters aus.
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