Klimaexpedition 2008

_Die Klimaexpedition an der Ernst-Barlach-Realschule ..._
verdeutlichte den Mädchen und Jungen des 7. Jahrganges in der Realschule in Rheda-Wiedenbrück die Konsequenzen aus der Erderwärmung. Herr Geisler von der Geoscopia Umweltbildung GbR präsentierte in zwei Unterrichtsstunden Satellitenbilder live bzw. aus jüngster Zeit und im Vergleich dazu die Bilder aus den Jahrzehnten zuvor.
Provozierend suchte Herr Geisler den Dialog mit den SchülerInnen, die ja durch unsere Medien ständig über den Klimawandel informiert werden. Erderwärmung, Anstieg des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der großen Eismassen auf der Erde und die weltweite Zunahme von Wirbelstürmen waren den Schülern durchaus bekannt.
Dramatisch hat sich die 1,5 Grad Erderwärmung aus den letzten Jahrzehnten schon auf das Nordpolarmeer ausgewirkt. Satellitenbilder aus den letzten Jahren beweisen, dass das Eis am Nordpol und damit der Lebensraum für den Eisbären verschwindet. Der Eisbär stirbt aus.
In den letzten 5 Jahren stellen Vogelkundler eine Abnahme der Kuckuckpopulation fest. Die Vögel nisten im Jahr immer früher. Der Kuckuck müsste seine Eier auch – bekanntlich in fremde Nester – früher legen. Da er sich dem veränderten Nistverhalten seiner Artgenossen nicht anpasst, stirbt er aus.
Die Gletscher - wichtige Süßwasserspeicher für den Sommer - schmelzen ab. Als Folge werden im Sommer große Flüsse, wie der Rhein, austrocknen. Zudem wird der Meeresspiegel ansteigen. Die Mittelmeerländer haben schon heute zu wenig Wasser im Sommer. Die regenfreie Zeit wird immer länger.
Der Regenwald mit seiner Aufgabe Sauerstoff zu produzieren ist jedem bekannt. Aber dass er auch wie eine riesige Klimaanlage für unseren Planeten fungiert, ist längst nicht so bekannt. Mit Satellitenbildern kann belegt werden, dass im Bereich des Regenwaldes durchaus moderate Temperaturen von 20 Grad zu finden sind. Die Sonneneinstrahlung ist im Bereich des Äquators aber deutlich stärker als bei uns.
Schlussendlich sollte jeder einzelne mit seinem Verhalten versuchen, den Klimawandel aufzuhalten. Hier wird immer Energiesparen und das Ausschalten der Stand-By-Funktion bei Geräten der Unterhaltungsindustrie genannt. Aber auch gerade die Zunahme des Fleischkonsums weltweit führt dazu, dass riesige Rinderherden zur Fleischproduktion gezüchtet werden und zum Anbau von Futtermitteln weltweit der Regenwald Tag für Tag in dramatischer Weise abgeholzt wird. Zudem belasten diese Tiere bei der Futterverwertung mit dem Treibhausgas Methan (Faulgas) die Umwelt.
In unseren Breiten hat sich der Klimawandel – wenn man von solchen Wirbelstürmen wie Kyrill absieht – bisher moderat gezeigt. Der Anstieg des Meeresspiegels hat jedoch für die Einwohner der Südseeinseln die dramatische Folge, dass sie kein Trinkwassser aus dem Grundwasser der Inseln bekommen. Sie müssen nun ihren Wasserbedarf durch Zisternen decken. Auf der Insel Tuvalu sind durch die ständigen Hurricans alle Straßen kaputt. Hier hat es hat keinen Sinn mehr, Auto zu fahren. Als groteske Konsequenz haben die Menschen ihre Fahrzeuge an den Strand gestellt und mit Drahtseilen verankert. So können die Autos als Wellenbrecher für die nächste Sturmflut noch gute Dienste leisten.

Alternativer Text

Zum Foto :
SchülerInnen der 7. Klassen der Ernst-Barlach-Realschule vor den Satellitenbildern des Herrn Geisler(rechts) und dem Physiklehrer Herrn Schlepphorst (links).


© 2005-2012 Ernst-Barlach-Realschule Rheda-Wiedenbrück - Impressum